26. März 2011
11:00

Samstag, 26. März 2011

Köln-Neumarkt, 11Uhr

Genau einen Monat vor dem 25sten Jahrestag des tragischen Reaktorunfalls von Tschernobyl am 26.04.1986 blickt die Welt in das Antlitz einer wahrscheinlich noch viel größeren nuklearen Katastrophe:

Der von Fukushima. In Folge eines verheerenden Erdbebens der Stärke 9,0 und eines dadruch ausgelösten Tsunamis kam es in dem Japanischen Kernkraftwerk zu meheren Explosionen in folge von meherer, gleichzeitig ablaufender Kernschmelzen. Mindestens drei der sechs Reaktorengebäude sind stark beschädigt oder komplett zerstört. In einem der Reaktoren wird das hochgiftige Plutonium eingesetzt. Die Menge der dabei freigesetzen Radioaktivität ist unschätzbar, verschiedenste, auf eine Kernschmelze hindeutende Isotope wurden bereits Rund um den Globus nachgewiesen.

Während haarsträubende Fernsehbilder von zur Kühlung eingesetzen Wasserwerfer mensch staunen lassen, sich Berichte vom zum Einsatz gezwungenen Feuerwehrleuten häufen und die Japanische Regierung bemüht ist, die Außenwelt und die eigene Bevölkerung mit Meldungen wie „Alles ist unter Kontrolle, es besteht keine Gefahr“ zu verarschen, erleben wir wohl die größte bisher dagewesene nukleare Katastrophe! Globale Auswirkungen dieses Katastrophe -Erbeben, Tsunami, Vulkanausbruch und der Super-GAU sind hier als Eines zu betrachten- sind nicht abzusehen. Neben jeder Menge Fallout und Problemen mit radioaktiv verstrahlten Lebensmitteln droht eine weitere und vermutlich viel heftigere Finanz-Krise. Denn der Staat Japan, welcher mit über 200% des eigenen Bruttoinlandsproduktes einer der verschuldesten Indrustriestaaten ist, hat seine Versicherungspolicen fast über den ganzen Globus verteilt. So verwundert es kaum, das beispielsweise die „Munich Re“ aufgrund der Katastrophe bereits ihre Ziel-Prognose aufgegeben sowie den Rückkauf an eigenen Aktien auf Eis legen musste.

Während das Ausmaß als Ganzes der Katastrophe ein weltweites Umdenken weg von Kapitalimus grade zu unumgänglich macht, zeigt der Super-GAU in Fukushima gesondert betrachtet ganz klar, dass dieses Umdenken mit einem Ausstieg aus Atomkraft und Fossilerbrennstoffen hin zu eneuerbaren Energieträgern beginnen sollte! Bei fortlaufendem Klimawandel wie bisher, bedingt durch hohen CO²-Ausstoß, bekommen die Naturkatastrophen langsam aber sicher ein vorsichtig gesagt „biblisches“ Ausmaß. Eine Reproduktion der tragischen Ereignisse in Japan und in Fukushima sind unausweichlich, wenn sich nicht langsam etwas ändert. Und es ist nur eine Frage der Zeit bis es die sogenannte „westliche Welt“ im vollen Ausmaß trifft!

Es gilt einen konsequenten und weltweiten Sofort-Ausstieg aus Kernkraft und Fusionstechnik zu fordern! Es gilt ein Umdenken im Umgang mit dem Planeten Erde herbei zu führen! Anstelle von Profit muss nun die Erhaltung unseres Lebensraums in den Vordergrung gerückt werden! Und dafür gilt es nun auf die Straße zu gehen, zu streiten und notfalls auch dafür zu kämpfen!

Das jetzt durch CDU, CSU und FDP ausgerufene Moratorium ist eine Maßnahme, die erstmal beruhigen soll. Auch das endgültige Aus für Neckarwestheim ist eher dem Wahlkampf zuzuschreiben. Die Regierungsparteien haben einfach Angst vor Umfragewerten, die besagen, dass 80% der Bevölkerung für den Ausstieg aus der Atomkraft sind. Dass nach den drei Monaten eine sofortige Abschaltung aller AKWs beschlossen werden wird, ist sehr unwahrscheinlich. Aber auch ein Rückgang zum Atomkonsens von Rot-Grün, wie diese ihn fordern, hieße Weiterbetrieb von AKWs bis 2022 wäre weder zufriedenstellend noch wahrscheinlich.

Um einen Weltweiten Atomausstieg herbei zu führen, sollte unser Land als gutes Beispiel vorangehen! Alle Akw´s abschalten! Kein Export meht von Brennstäben oder Atomstrom! Keine weiteren Aufträge an Siemens oder andere Firmen in Sachen Kerntechnik. Schluss aus, und zwar sofort!!

Köln – Neumark – Samstag – 26.03.2011 – 11Uhr – antikapitalistischer Block

Treffpunkt hierfür ist hinter dem Lautiwagen. Reiht euch hinter dem Transparent „Für den sofortigen Atomausstieg – Vergesellschaftung der Energiekonzerne!“ ein.