Zusammen mit einer rapide wachsenden Anzahl von Initiativen ruft auch die Anti-Atom-Gruppe Bergisch Land zur Teilnahme an der Anti-Atom-Großdemonstration unter dem Motto “Fukushima mahnt – endlich abschalten” jetzt am Samstag, den 26. März in Köln auf.


Geplant sind ab 11 Uhr zwei Auftaktkundgebungen in Köln. Wir rufen dazu auf, zum Neumarkt zu kommen. Im Anschluss gibt es Demozüge zur Deutzer Werft auf der östlichen Rheinseite, w…o um 14 Uhr die Abschlusskundgebung beginnt. 

Für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft

Die nukleare Katastrophe in Japan zeigt uns allen, wie gefährlich und zerstörerisch die Nutzung der Atomenergie ist. Atomkraftwerke sind nie und können niemals sicher sein. Sowohl die nachweislich erhöhten Leukämieraten im Umkreis von Atomanlagen, als auch die auf Jahrtausende ungelöste Entsorgung des strahlenden Mülls sind Ausdruck der Unverantwortlichkeit des sogenannten Normalbetriebs. Seit Jahrzehnten kritisieren das Atomkraftgegner_innen aus aller Welt, aber genauso ignorieren das seit Jahrzehnten die Atomindustrie und die sie stützenden Parteien. Grüne und SPD haben es Ende der 1990er Jahre in der Regierung nicht vermocht oder nicht gewollt, durch eine radikale Positionierung den sofortigen Ausstieg einzuleiten. Heraus kam ein sogenannter Atomkonsens, der eine Betriebsgarantie für AKWs für weitere Jahrzehnte bis 2022 darstellte.

Auch Fukushima 1 sollte diese Monate abgeschaltet werden. Doch es hat sich gezeigt, dass sich nukleare Katastrophen nicht an politisch festgelegte Laufzeiten halten. Nur die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit garantiert uns die Sicherheit vor durch Menschenhand verursachter Verstrahlung der Menschen und Umwelt.

Das jetzt durch CDU, CSU und FDP ausgerufene Moratorium ist eine Maßnahme, die erstmal beruhigen soll. Auch das endgültige Aus für Neckarwestheim ist eher dem Wahlkampf zuzuschreiben. Die Regierungsparteien haben einfach Angst vor Umfragewerten, die besagen, dass 80% der Bevölkerung für den Ausstieg aus der Atomkraft sind. Dass nach den drei Monaten eine sofortige Abschaltung aller AKWs beschlossen werden wird, ist sehr unwahrscheinlich. Aber auch ein Rückgang zum Atomkonsens von Rot-Grün, wie diese ihn fordern, hieße Weiterbetrieb von AKWs bis 2022.

Die Atomlobby

Parallel zur parteipolitischen Debatte mobilisiert die Atomlobby, in Deutschland bestehend aus RWE, e.on, EnBW und Vattenfall alle Truppen, um ihre immensen Gewinnaussichten zu verteidigen. Sie hat bereits begonnen, vor allem auf europäischer Ebene dafür zu sorgen, dass Deutschland den Ausstieg ja nicht zu schnell angeht. Zusammen mit den Baumeistern von Atomkraftwerken wie die SIEMENS AG sind diese Konzerne die großen Profiteure einer mörderischen und die Umwelt zerstörenden Technologie. Sie sind es, die mit unser aller Leben Roulett spielen und das Restrisiko nennen, was nach Harrisburg und Tschernobyl nun in Japan ein weiteres Mal innerhalb von 32 Jahren eintritt.

Jetzt handeln

Warten wir nicht länger auf den GAU vor unserer eigenen Haustür. Wir müssen die verantwortlichen Parteien und Konzerne benennen und so bedrängen, dass sie nicht mehr anders können, als den sofortigen Ausstieg aus der Atomtechnologie umzusetzen. Der sofortige Ausstieg ist die einzig sinnvolle Forderung. Die Forderung aber auch durchzusetzen gelingt nur, wenn wir alle zusammen mit möglichst vielen Menschen den Druck auf der Straße erhöhen. Wir können den Ausstieg nicht den politischen Parteien überlassen, da sie gezeigt haben, dass sie von sich aus den sofortigen Ausstieg nicht herbeiführen.

Lasst uns jetzt aktiv werden. Denn es ist nicht das erste mal, dass so etwas passiert. Vor 25 Jahren, nach der Tschernobyl-Katastrophe dachten die meisten auch, dass Atomkraft keine Chance mehr hätte. Doch es kam anders. Lasst uns diesmal verhindern, dass nach der Katastrophe wieder zum nuklearen Normalbetrieb übergegangen wird!

Vorschlag für eine gemeinsame Anreise nach Köln:

Wuppertal
Treffpunkt: 09:45 Uhr vorm “Ihr Platz” im HBF
Abfahrt um 10:05 von Gleis 1 (RE 10715)

Remscheid
Treffpunkt: 09:00 Uhr HBF
Abfahrt um 09:16 von Gleis 3 (RB 30744)
Umstieg in Wuppertal

Erneut wollen wir am Montag, den 28.3. um 18:00 an der Alten Freiheit/Mina Knallenfalls in der Elberfelder Innenstadt eine Kundgebung für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft durchführen und unsere Betroffenheit und Solidarität mit den Menschen in Japan demonstrieren.

Das alleine wird aber nicht ausreichen um die Regierenden und die Atomkonzerne ausreichend unter Druck zu setzen. Deshalb sollten wir uns mit möglichst vielen Menschen auf Anti-Atom-Plena treffen um Ideen zu sammeln.

Für den sofortigen Atomausstieg!
Für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen weltweit!

einige aus der Anti-Atom-Gruppe Bergisch Land