Ob Liebig 14, rote Flora oder Wiersbergstr. 44… der Gedanke des linken Freiraums stirbt nicht mit der Räumung. Zur Zeit geht es in Köln Kalk hoch her. Eine Anzahl Aktivistinnen und Aktivisten hat sich im Kölner Autonomen Zentrum verbarrikadiert, um der drohenden und angekündigten Räumung die kalte Schulter zu zeigen.

Die sich nun fast vier Tage hinziehende Räumung des Kölner AZ oder die Anti-Atom-Proteste beispielsweise geben bereits einen bunten Vorgeschmack auf das noch Kommende! Auch in Leichlingen bahnt sich einiges an. Neben der prekären Zuspitzung im ‚WupperWandel‘ der letzten Wochen und Monate gäbe es noch viele weitere Gründe für eine Intervention.

Zufällig gefunden wurde im Zuge eine Recherche Folgendes:

Gründungsjahr 2008 (Zusammenschluss von Stiftungen der Jahre 1993 und 2002)
Stiftungskapital 6,5 Mio. EUR
Stiftungszweck Förderung des Gemeinwohls im Gebiet der Stadt Leichlingen
Förderbereiche – Musik
– Literatur
– Darstellende und bildende Kunst
– Pflege und Erhaltung von Kulturwerten
– Denkmalpflege
– Heimatpflege und Heimatkunde
– Sport
– Bildung und Erziehung
– Jugend- und Altenhilfe
– Wohlfahrt- und Sozialwesen
– Umwelt- und Naturschutz

(Quelle:  Kultur-, Sport- und Sozialstiftung der Stadt-Sparkasse Leichlingen und der Kreissparkasse Köln in der Stadt Leichlingen.)

Nicht vergessen: Die KSK Köln/Bonn, besser gesagt eine ihrer Tochterfirmen, ist die Inhaberin genau jenes Ortes, aus welchem nun die Menschen mit dem Bullenknüppel rausgekloppt werden sollen: Dem Autonomen Zentrum in der Wiersbergstr.!

Wir fragen uns wie es sein kann, das ein zugebonztes Dorf wie Leichlingen eine derartige und vor allem offensichtlich wirkunglose Stiftung mit solch hohem Etat verfügen kann, wenn zeitgleich unkommerzielles Kulturangebot von eben jenen selben Leuten per Räumungstitel mit Polizeiknüppel und Raumpanzer kurz und klein geschlagen wird oder werden soll!

Immerhin sollten in Leichlingen keine Hartz4-BezieherInnen mehr in Sportvereine gelassen werde, um den Bau der Mensa wird sich herum gedrückt und Freizeitangebot für Jugendliche sucht Mensch in der Blütenstadt vergebens. Dafür gibt es asoziale Mitarbeiter der Ordnungsamtes. Viele Leute haben keine Lust mehr auf diesen Zustand, nichtmehr Lange und es wird knallen!

Im Zuge des nun kommenden Aufstand gilt es, auch diese „Stiftung“ ins Auge zufassen oder zu stechen!

Kein Tag ohne AZ!