(^^ Nazi-Bratzen müssen sich selbst verarzten in Enschede)
Im niederlaendischen Enschede wollte die rechtsextreme NVU gestern einen ihrer wie stets erst 2 Wochen zuvor angekuendigten Aufmaersche durchfuehren. Letztendlich fanden 40 Nazis, darunter Axel Reitz und etwa 25 Nazis aus der BRD ihren Weg nach Enschede.
Letztendlich war der Aufmarsch keinen meter unbegleitet von den etwa 700 GegendemonstrantInnen, wurde fast permanent mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskoerpern beworfen und musste mehrmals warten bis die Strasse von den Bullen geraeumt wurde.

Der Tag begann um punkt 11:50 mit der Ankunft etwa 12 deutscher Neonazis aus Duelmen, welche „Sieg Heil“ und „Wir marschieren wieder ein“ groehlend mit wehenden Westfalen- und Reichsflaggen auf den Bahnhofsvorplatz marschierten. Da die Demonstration erst fuer 13:00 vor dem Hbf angemeldet war, befanden sich zu diesem Zeitpunkt nur 4 Streifenbullen und etwa 50 buergerliche GegendemonstrantInnen auf dem weitlaeufigen Vorplatz. Diese Gelegenheit nutzen etwa 10 Hooligans des Enscheder FC Twente und beendeten mehr oder weniger spontan den Einmarsch der deutschen Nazis, welche panisch, nur noch zu 10. und ohne Flaggen die Flucht zurueck zum Zug antraten und schliesslich von den inzwischen eingetroffenen Riot Cops der Mobiele eenheid (ME) in den Hbf eskortiert wurden. Die 2 zurueckgebliebenen wurden kurze Zeit spaeter per Krankenwagen abgeholt.
Um ca 12:45 traf der Rest der NVU Demo ein, ein erbaermlich kleiner Haufen sammelte sich schliesslich auf dem westlichen Teil des Vorplatzes, lautstark begleitet und zum ersten Mal mit Bengalos und Flaschen beworfen von mittlerweile etwa 1500 GegendemonstrantInnen, die sich vorher den Weg durch mehrere Bullenketten bahnen mussten. Bemerkenswerterweise bestand die Menge hauptsaechlich aus jungen MigrantInnnen, aelteren und juengeren buergerlichen DemonstrantInnen, und zu einem erheblichen Teil aus Hooligans der Fussballclubs Twente, Feyenoord und Utrecht. Als die Demo dann endlich loslief bildeten etwa 70 ME Bullen einen Wanderkessel um den klaeglichen Nazihaufen, begleitet von einigen Wannen und einem Kamerawagen. Auf der gesamten Route, welche lediglich 4 lange Strassen zurueck zum Startpunkt umfasste, wurden die Nazis durchgehend von antifaschistischem Protest begleitet. Entlang 3 der 4 Strassen wurden die Nazis von mehreren Seiten mit allem greifbaren beworfen, mussten sich vor inmitten der Nazidemo explodierenden Raketen und Raketenbatterien retten und fuehrten innerhalb des strikt mit Knueppeleinsatz nach aussen hin verteidigten Wanderkessels ein unterhaltsames Schauspiel vor. Die Demo endete gegen 15:00 mit weniger Teilnehmern als zu Beginn, einer davon schied etwa aus als er es, mit welcher fragwuerdigen Motivation auch immer, schaffte sich aus dem Wanderkessel zu entfernen und wiederrum etwa 10 Sekunden spaeter die Flucht vor den Hooligans in eine ME Wanne schaffte. Zudem wurde ein Neonazi wegen Verherrlichung der Shoa festgenommen, er hatte antisemitische Parolen gerufen.

Auf Seiten der GegendemonstrantInnen wurden 18 Menschen festgenommen, hauptsaechlich wegen Steinwuerfen. Die Festgenommenen wurden in ein „Arrestantencentrum“ ausserhalb Enschedes gebracht, Anzeigen wurden gefertigt und nach hollaendischem Gesetz innerhalb von 6 Stunden, also noch am fruehen Abend vom Justizministerium ein Urteil ueber Freilassung oder weitere Ingewahrsahmnahme gefaellt. Bis etwa 22:00 wurden alle Festgenommenen mit einem Zugticket nach Enschede am oertlichen Bahnhof abgesetzt und damit freigelassen. Wer noch von den niederlaendischen Behoerden zu hoeren bekommt meldet sich am besten bei den OrganisatorInnen der dezentralen Gegenaktionen gegen Naziaufmaersche in den Niederlanden, den BetreiberInnen des Blogs laatzenietlopen.nl.

Der Buergermeister von Enschede hatte fuer die NVU Demo den Ausnahmezustand ueber die Stadt verhaengt, dass heisst Bullen waren auch ohne Grund zu Durchsuchungen und Festnahmen berechtigt. Eingesetzt waren etwa 150 Bullen, davon ein grosser Teil in Zivil, welcher fast saemtliche Festnahmen getaetigt hat. Riot Cops der ME fielen unter anderem auf indem exzessiv von ihrem Knueppel Gebrauch machten, auch bereits von Zivten fixierte Leute wurden teils von den aggressiven Bullen mit Schlaegen auf Schulterbereich und Ruecken maltraetiert. Zahlen ueber Verletzte auf Seiten der AntifaschistInnen gibt es nicht, bei den Nazis kann man von etwa einem dutzend nicht mehr marschierfaehigen ausgehen, dazu etliche leichtverletzte.
Wieder einmal ging das dezentrale, niederlaendische Konzept auf, wieder einmal konnte ein erbaermlich kleiner Naziaufmarsch massiv gestoert und attackiert werden, wieder einmal machte Axel W. Reitz sich zum Affen als er versuchte gegen die antifaschistische Laermkullisse anzukommen wahrend seine Zuhoerer damit beschaeftigt sind Wurfgeschossen auszuweichen.

Toen niet, nu niet, nooit meer fascisme!

Quelle: http://de.indymedia.org/2011/05/308618.shtml

Bericht über die Heimreise der Nazis aus unserer Region:

Wie der „Westfälische Anzeiger“ heute berichtete, haben unter anderem Neonazis aus Radevormwald am Samstagabend einen Regionalexpress zwischen Hamm und Dortmund erheblich beschädigt. Sie beschmierten den Innenraum des Zuges mit rechtsradikalen Parolen und befestigten Aufkleber.

Das Ganze sei im Anschluss an eine Demonstration im niederländischen Enschede passiert, so der „Westfälische Anzeiger“. Gemeint sein dürfte eine Veranstaltung der rechtsradikalen NVU (Niederländische Volksunion), die in dem Grenzort unter dem Motto „Stopp dem multikulturellen Terror“ demonstrierte. Auf der Rückfahrt von Enschede stieg die neunköpfige Neonazi-Gruppe demnach im Hammer Bahnhof in einen Regionalexpress in Richtung Dortmund um. Mit Ausnahme eines 27-Jährigen sei die Gruppe durchweg im Teenager-Alter gewesen, heißt es im „Anzeiger“. Unter anderem zählte auch ein 16-jähriges Mädchen dazu.

Kurz nach der Abfahrt des Zuges begannen die Neonazis nach Informationen des „Westfälischen Anzeigers“, rechte Parolen zu grölen. Außerdem beschmierten sie Sitzlehnen und die Innenverkleidung des Zuges mit wasserunlöslichen Edding-Stiften und verklebten vorgefertigte Propaganda-Sticker. Andere Fahrgäste beobachteten offenbar das rechtsradikale Treiben und verständigten die Bundespolizei, welche bei Ankunft des Zuges am Dortmunder Hauptbahnhof auf die Nazi-Gruppe wartete. Auf die Täter dürfte nun neben Strafanzeigen und Schadensersatzklagen wegen Sachbeschädigung auch noch ein Ermittlungsverfahren auf Grund der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole zukommen. Wie der „Anzeiger“ schreibt, stammen die Neonazis aus Radevormwald, Wuppertal, Leverkusen, Erkrath, Grevenbroich, Duisburg und Oberhausen.

Quelle: http://aow.blogsport.de/2011/05/30/rader-neonazis-beschaedigen-regionalexpress-von-hamm-nach-dortmund/

Zum Schluss noch ein Paar (korregierte) Auszüge aus der „Berichterstattung“ einer Nazisgruppe aus dem Umland:

Mit Fahnen gingen wir in Richtung Startpunkt, als plötzlich ein Minusmensch

uns ansprach und provozierte. Ein Twente Hooligan stieß dazu und sagte:

„Wenn wir wollen haben wir euch in 10 Sekunden fertig gemacht!“ Gesagt,

getan. Plötzlich wurden wir von allen Seiten angegriffen. […]

Ein Kamerad Trottel von uns wurde so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus musste, in Begleitung eines weiteren Kameraden Trottels fuhr der Krankenwagen in die Ambulanz. […]

Am Bahnhof angekommen sahen wir zuerst nur die Gegenveranstaltung, also fragten wir einen rumstehenden Polizisten wo es zur NVU Trottel-Demo geht. Er wüsste es nicht war seine Antwort, wir sollten es mal auf der anderen Seiten probieren. Doch auf der anderen Seite war weit und breit nichts von Kameraden nochmehr rechten Trotteln zu sehen, nur eine Gruppe aus Hooligans, Antifas undAusländer Menschen standen uns entgegen und formierten sich.

Erneut fragten wir einen Polizisten wo es zur Demo geht, doch auch er wusste es angeblichnicht. Als er sah, dass die Gruppe bestehend aus 20 Mann langsam ernst machte, schickte er uns wieder auf die andere Seite. „Wenn ihr schnellgenug seid und Glück habt passiert euch nichts.“ […]

Tja nicht Überall werdet ihr von derartig vielen Gewaltbereiten Bullen beim Verbreiten von menschenverachtender Propaganda beschützt! Und der herbeigesehnte, vermeintlich starke einheimische Polizeistaat hat euch doch mit offenen Armen wieder am Dortmunder Hauptbahnhof empfangen!

Stramme Leistung im Übrigen, alle Mitgereisten sind entweder im Krankenhaus oder in der polizeilichen GeSa gelandet!

Wie war das ihr Trottel? Ein Satz mit X?! War wohl nix!!

Autonome Antifa Leichlingen