Stand: 04. Juli 2010

(Quelle Google)

Fangen wir mal mit dem Solinger Kanidaten zur LTW 2010 an. Tobias Nass war bis 2005 noch in der NPD aktiv.  Welcher Vorbilder er hat, wird auf dem Bild oben etwas deutlich.  Das Kontakte zur NPD oder zu den Freien Nationalisten Solingen weiterhin bestehen, bestreitet er.

Wenn man sich trifft zufällig, grüßt man sich halt freundlich. Und den alten Mitgliedsbeitrag spende er weiterhin an die NPD, weil sich an seinem Weltanschauungsbild nach eigenen Aussagen eigentlich nicht viel geändert habe.

Was die Kontakte ins „AN“-Spektrum angeht, beweist das Bild hier allerdings etwas anderes, es zeigt den in der Weyerstraße in Solingen lebenden pro-Kanidaten in Stollberg im April 2010 zusammen mit einigen militanten Rechtsaußen:

(Quelle Solingen stellt sich Quer Blog / Klarmanns Welt)

Hatte er unlängst behauptet das zur militanten rechten Gruppierungen kein Kontakt mehr bestünde, beweist dieses von 2009 etwas ganz anderes. Hier ist er ganz rechts am Banner zu sehen. Ganz Links geht ein gewisser Michael Schneider, ein stadtbekannter Solinger Neo-Nazi. Den Rest kann man der Aufschrift des Banners entnehmen (Bild unterhalb). Nass hat nach der Landtagswahl 2010 in NRW angekündigt, sich aus dem politischem Feld inbesondere dem der selbsternannten Bürgerbewegung zu entfehrnen. Dies hielt er genau bis zum 03.07.2010 um 06:51Uhr durch, wie Mensch u.A. HIER nachlesen kann.

(Quelle Klarmanns Welt)

Kommen wir zum nächsten Ex-NPD´ler:

(Quelle Baulemania)

Offenbar wartete die „Bürgerbewegung“ bewusst die NRW-Landtagswahlen ab, bevor sie ihren Neuzugang Andreas Molau der Öffentlichkeit präsentiert. Und selbst das war den Rechtspopulisten scheinbar schon zu viel: Wurden sonstige Neuzugänge immer mit Pauken und Trompeten als „Sensationen“ und „Meilensteine“ bejubelt, blieb die textliche Sektdusche diesmal aus – die Angst vor einer erneuten Festigung der gegen „pro NRW“ erhobenen Neonazi-Vorwürfe war der scheinseriösen Vereinigung offensichtlich doch zu groß.

Andreas Molau kann auf eine lange Vorgeschichte in der extrem rechten Parteienlandschaft zurückblicken: Nachdem er erstmals Anfang der 90er Jahre als Publizist in verschiedenen rechtsextremen Propagandaschriften wie „Nation und Europa“ sowie „Opposition Deutschland“ auf sich aufmerksam machte, trat er in die NPD ein. Dort machte er schnell Karriere als wissenschaftlicher Mitarbeiter, parlamentarischer Berater und stellvertretender Chefredakteur der Parteizeitung „Deutsche Stimme“. Im Jahr 2009 trat er im Zuge einer Doppelmitgliedschaft auch der DVU bei, knapp ein Jahr später wurde er von der NPD ausgeschlossen. Molau geriet immer wieder durch Aussagen in die Schlagzeilen, die seine Nähe zur rechtsextremen Szene kenntlich machen. So gab er auf einem NPD-Sommerfest im Jahr 2008 unter anderem folgendes von sich:

Wir wollen, dass unsere Alten zukünftig nicht von Türken oder Negern gepflegt werden müssen, dass die in Ruhe alt werden können. […] Ja, das wäre schön, wenn es Modekataloge gäbe, in denen es no go areas geben würde für Schwarze. […] Wir wollen Deutschland zu einer national befreiten Zone machen. […] Das einzige, was wir brauchen, ist ein Abschiebungsminister, und den ziemlich schnell.

Durchsetzbar seien diese Forderungen nach Auffassung von Molau im Bündnis zwischen „freien Kameradschaften“ und der NPD nur durch den „Nationalen Widerstand“. Dieser sei nämlich „die einzige Systemopposition“ in Deutschland, so Molau. Auf dem gleichen Sommerfest sprach er auch über die pro-Bewegung. Diese weise im Gegensatz zur NPD keine „politisch-weltanschauliche Substanz“ auf. Die „Bürgerbewegung“ sei eine rein populistische Bewegung – „nicht nur mit einem Thema, sondern vor allem mit platten und schlichten Schlagworten“. Dass Molau nun doch der kurz zuvor noch so verhassten pro-Bewegung beigetreten ist, dürfte wohl vor allem auf seine zunehmende politische Bedeutungslosigkeit sowie auf die Funktion von „pro NRW“ als Rettungsboot für gescheiterte Rechtsextremisten zurückzuführen sein. „pro NRW“ selbst erwähnt den bisherigen politischen Werdegang des Ex-NPD-Funktionärs selbstredend mit keinem Wort. In der Pressemitteilung heißt es lediglich, Molau sei ein „patriotischer Publizist und ehemaliger Waldorf-Lehrer“.

Werfen wir unsere Blicke einmal nach Radevormwald, zum dortigen „pro-NRW“ Ratsmitglied Tobias Ronsdorf:

(Quelle Google)

Eindeutigt erkennt man alleine schon aus dem Gepose auf diesem Bild seine Gesinnung. Immerhin hat man bislang auf „pro NRW“-Veranstanltungen keine Reichskriegs- und/oder Keltenkreuzflaggen gesehn, welche eindeutig dem militanten rechtem Spektrum zuzuordnen sind.

Weitere Anhaltspunkte geben uns hier einige Angaben über seine Vorbilder, Lieblingsbücher etc (mittlerweile gelöscht) in einem bekannten SozialNetwork. Natürlich habe er das nicht nich selber reingesetzt. Ähnliche Ausreden brachte Nass in diesem Jahr übrigens in Zusammenhang mit seiner meinVZ-Seite.

Tobias jüngerer Bruder Jonas Ronsdorf pflegt unterdessen noch Kontakt in die militante rechtsaußen Szene. So wurde er zb am 21.11.2009 in Remagen in trauter Einigkeit mit etwa 150 anderen sogenannten „autonomen Nationalisten“ gesehen. Des weiteren taucht er in der gehackten Thor Steinar Kundenliste auf.


Taeubner_Mitgliedsausweis
(Quelle Köln ganz rechts)

Der 1944 geborene Goldschmiedemeister Heinz Kurt Täubner trat 1984 der neonazistischen Schwarzen Front bei (siehe Mitgliedsausweis). Zu deren führenden Mitgliedern gehörte damals Karl Jochheim-Armin. Dieser war bereits 1927 der NSDAP beigetreten und wurde später Untersturmführer der Waffen-SS. Der Anhänger von Hitlers nationalsozialistischem Gegenspieler Otto Strasser war nach dem Zweiten Weltkrieg Initiator verschiedener neonazistischer Gruppierungen.

Taeubner_AH-Feier

(Quelle Köln ganz rechts)
Das Foto zeigt Täubner inmitten von NS-Symbolen am 20. April 1985 bei einer Feier.

Täubner kandidierte 1999 für die extrem rechten Republikaner zur Kommunalwahl. Dann wechselte er zu Pro Köln und zog 2004 in die Ehrenfelder Bezirksvertretung ein. Heute ist Täubner in Ehrenfeld Fraktionskollege des von der CDU zu Pro Köln übergetretenen Jörg Uckermann.

Kucherov, Michael

kucherov_michael
(Quelle Köln ganz Rechts)

Der Kölner Michael F. Kucherov (Jahrgang 1963) ist verantwortlich für das Ressort Auslandskontakte der Bürgerbewegung pro Deutschland. Der aus Wien stammende Diplom-Wirtschaftprüfer lebte lange Zeit in den USA. Für seine Übersetzungstätigkeiten wirbt Kucherov mit Anzeigen u.a. in der Jungen Freiheit. Gute Kontakte scheint Kucherov zur neofaschistischen British National Party (BNP) zu haben. 2007 sprach er auf dem “Red, White and Blue Festival” der BNP in der Nähe von Denby Village / Derbyshire. Der Vorsitzende der BNP und verurteilte Holocaustleugner Nick Griffin war zeitweise als Teilnehmer des “Anti-Islam-Kongresses” angekündigt, den Pro Köln im September durchführen will.

-Wird fortgesetzt!-