Stand: 10. Mai 2011

Ortsgruppe „pro Leichlingen“:

Die Leichlinger Ortsgruppe löste sich zum „pro NRW“-Parteitag 2011 (Leverkusen) auf. „pro NRW“ ist seither nichtmehr im Stadtrat der Stadt Leichlingen und im Kreistag des Rheinisch-Bergischen-Kreises vertreten. Der ehemalige Abgeordnete Micklich behält seine beiden Mandate allerdings als parteiloses Mitglied. Er distanziert sich mitlerweile von seiner alten „Partei“ und trägt sogar seinen Teil dazu bei, dass „pro NRW“ hier auch nich so schnell wieder in die Gremien kommt!

„pro NRW“-Spitze:

Der Publizist Manfred Rouhs (Bild siehe ganz oben) ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender in deren Fraktion im Rat der Stadt Köln. Er machte sich vor allen Dingen lächerlich, in dem er ein unangenehm gewordenes ZDF-Kamera-Team inklusive dem Fascho-Experten Alexander Häusler unter „Nazis Raus!“ rufen aus der Antiminarett-Konferenz und Schloss Horst in Gelsenkirchen geworfen hat. Das ganze war im März diesen Jahres. Nebenbei ist er Herrausgeber diverser neonarzistisch angehauchter Zeitschriften.

(von links: Judith Wolter und Markus Beisicht, Quelle Google)

Die ehemalige REP-Funktionärin und Rechstanwältin Judith Wolter erfüllt momentan die Rolle der Fraktionsvorsitzende im Rat Köln. Nebenbei ist sie die Schatzmeisterin bei „pro NRW“.

Der Leverkusener Rechstanwalt Markus Beisicht ist zZ Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Leverkusen für „pro NRW“, er ist als Antreiber der ganzen Bürgerbewegung zu sehen. Seine Kanzlei befindet sich in der Gartenstr.  in Leverkusen. Er ist zugleich der Vorsitzende der selbsternannten Bürgerbewegung und war früher unter anderen in der gescheiterten DLVH aktiv.

Beide sind hier übrigens auf dem Foto auf einer NPD-Veranstaltung zu sehen.

(Quelle google)

Hier hätten wir Markus Wiener,  den Generalsekretär der „pro-Bewegung“. Wiener war in der Prager Burschenschaft Teutonia zu Regensburg aktiv, einer schlagenden Verbindung im Dachverband Deutsche Burschenschaft. Markus Wiener selbst pflegt Kontakte nach rechtsaußen. So hielt er beispielsweise im Oktober 2007 einen Vortrag bei der Jugendorganisation des Vlaams Belang.

(Quelle google)

Kommen wir nun zum deutsch-schwedischen Rechstpopulisten Patrik Brinkmann. Wie hier zu sehen ist pflegte er bereits 2008 Kontakte zur offen nationalistischen NPD. Brinkmann gilt als Geldgeber der selbsternannten Bürgerbewegung. Er sponsorete uA den „Blue Bus“, das möchtegern Flaggschiff des Kreuzzuges „Abendland in Christenhand“. Letzteres betitelt die Wahlkampfversuche der Biedermänner zur LTW 2010 in NRW.

Was letztenendes aus dem ominösen Bus geworden ist, fragt Mensch sich mit einem Grinsen auf dem Gesicht bis Heute!

Brinkmann trat kürzlich bei „pro NRW“ ein, nur um kurze Zeit später wieder seinen Austritt anzukündigen. Laut „pro NRW“ soll er aber noch am 17. Juli in Dortmund Hörde dabei sein.

(Quelle Google)

Mit dem Kölner Jörg Uckermann kommen wir zu einem weiteren etwas prominenteren Mitglied von „pro NRW“.  Er wechselte von der CDU zur selbsternannten Bürgerbewegung und ist Mitglied im Rat der Stadt Köln.

Es gibt einige lustige Anekdoten zu ihm. So löste er zb einmal im Kölner HBF ein Chaos aus, zu dessen Beruhigung mehere Züge Bereitschaftspolizei nötig waren. Das ganze filmte und vor allem kommentierte er selber dann auchnoch. Dabei stellte er einem nicht grade Freundlich wirkendem Polizisten die Frage, ob er von der „Staasi“ sei, nur weil der Beamte sich weigerte, eine (sinnfreie) Anzeige gegen einen vermeintlich ebenfalls im Zug befindlichen Antifaschisten aufzunehmen.

Der Name Uckermann tauchte in der jüngeren Vergangenheit außerdem öfters im Zusammenhang mit Gewalttaten, Geldwäsche oder nicht beglichener Gerichtskosten auf.

Schöppe, Bernd Michael

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(Quelle Köln ganz Rechts)

Bernd Michael Schöppe (2.v.r.), Jahrgang 1972, sitzt für Pro Köln im Kölner Stadtrat und in der Bezirksvertretung Rodenkirchen. Er ist Vorstandsmitglied der Organisation. Der langjährige Mitstreiter von Manfred Rouhs und Markus Beisicht kommt wie diese aus der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLHV). Für die DLVH kandidierte er bei Kommunalwahlen und war verantwortlich für ihre Schülerzeitung Der Hammer. 1993 war er presserechtlich verantwortlich für ein Plakat, das zur Kopfgeldjagd auf eine illegal in Köln lebende Roma-Frau aufrief. Ende der 1990er Jahre war Schöppe auf Neonazi-Aufmärschen anzutreffen.

Schöppe, Martin

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(Quelle Köln ganz Rechts)

Martin Schöppe ist Jugendbeauftragter der Bürgerbewegung pro Köln und Herausgeber der Pro Köln-Jugendzeitung Objektiv. Zudem sitzt er für Pro Köln in der Bezirksvertretung Chorweiler. Martin Schöppe ist der jüngste Bruder von Daniel und Bernd Michael Schöppe, die beide eine lange Karriere in der extremen Rechten hinter sich haben und ebenfalls bei Pro Köln aktiv sind. In einem Interview mit der rechten Zeitschrift Die blaue Narzisse, einer Chemnitzer Schülerzeitung aus dem Umfeld der Pennalen Burschenschaft Theodor Körner, erklärte Schöppe im März 2008, “die Überfremdung und Islamisierung unseres Vaterlandes” störe “mich am meisten”. Seit dem Sommersemester 2008 studiert Martin Schöppe an der juristischen Fakultät der Universität zu Köln.

Wilden, Regina

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(Quelle Köln ganz Rechts)

Die 1946 in Passau geborene Hausfrau Regina Wilden sitzt seit 2004 für Pro Köln im Stadtrat und in der Porzer Bezirksvertretung. Sie ist mit einem Lufthansa-Manager verheiratet. Sie gehört dem Vorstand von Pro Köln und seit 2007 auch dem Vorstand von Pro Deutschland an. 2005 solidarisierte sich Regina Wilden mit Martin Hohmann, dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten, der wegen Aussagen, die als antisemitisch kritisiert wurden, aus der CDU ausgeschlossen wurde. Mehrfach druckte die rechte Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit Leserbriefe von Regina Wilden ab. 2007 unterzeichneten Regina und Gerhard Wilden einen u.a. in der Jungen Freiheit publizierten “Appell an den bayerischen Innenminister” gegen ein “Berufsverbot” für den Juristen Sascha Jung, der behauptet, wegen seiner Zugehörigkeit zu einer mehrere Jahre vom Verfassungsschutz beobachteten Burschenschaft nicht in den Staatsdienst übernommen worden zu sein. Zu den Lieblingsbeschäftigungen von Regina Wilden gehört es, vermeintliche politische GegnerInnen zu fotografieren.

Ein kleines Gruppenbilchen….
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(Quelle Köln ganz Rechts)

Landesvorstandsmitglieder von Pro NRW: Daniel Schöppe [1] , Stefanie Wohlfahrt [2], Markus Beisicht [3], Kevin Hauer [4], Thomas Bendt [5], André Picker [6] sowie Gastredner Björn Clemens [7] am 16. Juni 2007 in Köln-Ehrenfeld

Kreisverband Aachen:

Der Aachener Kreisverband der selbsternannten Bürgerbewegung machte im Juli 2010 durch die Wahl ihres neuen Kreisvorsitzenden einige Schlagzeilen:

(Quelle Google)

Im Bild zu sehen hinter der vermeintlichen Islamexpertin und sog. ‚Frau die jemanden kennt, der sich auskennt‘ Angelika Raue (bekannt aus „Angelika erklärt den Islam“) ist Polizeihauptkommissar Wolfgang Palm von der Aachener Polizei. Er ist seit wenigen Tagen neuer Kreisverbandsvorsitzender von „pro NRW“ in Aachen.  Dazu ein kleines Zitat aus Indymedia:

Wolfgang Palm hatte am 7.5.2010 an einer Kundgebung von „Pro NRW“ in der Aachener Innenstadt teilgenommen. Entgegen der – angeblichen – Vermutungen von Kolleg_innen, die gedacht haben wollen, Palm sei als Zivilbeamter eingesetzt gewesen, beteiligte er sich als Privatperson an der 15 Menschen „starken“ Kundgebung.

Palm ist kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2002 hatte er am Aufbau einer Ortsgruppe der rechtspopulistischen „Schill-Partei“ mitgewirkt.

Nachdem diese Sachverhalte durch die Aachener Nachrichten (AN) bekannt gemacht wurden, kündigte Polizeipräsident Oelze an, Palm „in einen Behördenbereich ‚mit wenig Publikumskontakt‘ zu versetzen“, schreibt die AN. Entgegen der Realität verkündetet Oelze, die Aachener Polizei stehe „nach wie vor für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Ausländerfreundlichkeit.“ Wie „demokratisch“ es ist, Nazis, die regelmäßig Übergriffe auf (vermeintliche) Gegner_innen begehen, frohgemut gewähren zu lassen, während antifaschistischer Protest durch die Polizei kriminalisiert wird, darf sich jede_r selbst zusammenreimen.

Der Polizeipräsident gibt zu, Palms Nähe zu „Pro NRW“ sei ihm bereits zur Zeit der erwähnten Kundgebung aufgefallen. Von dem Vorsitz des Kreisverbandes habe er allerdings bis zur Veröffentlichung in den AN nichts gewusst. Oelze kündigte an, er wolle disziplinarrechtliche Schritte prüfen lassen.

Nun ein etwas neueres Gesicht:

(Quelle Google)

Das ist der Landesgeschäftsführer Karel Schiele. Über ihn ist uns bisher wenig bekannt, wir bleiben aber auch hier am Ball!

-Wird fortgesetzt!-