Archive for the ‘Allgemein’ Category

Dresden: Nazi-Aufmärsche erneut blockieren!

Freitag, Februar 11th, 2011
13. Februar 2011
19. Februar 2011

NAZIS BLO­CKIE­REN – EX­TRE­MIS­MUS­QUATSCH UND OP­FER­MY­THEN BE­KÄMP­FEN

Jingle: http://media.de.indymedia.org/media/2011/02//300248.mp3

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Auf nach Velbert! 05.02.2011

Montag, Januar 31st, 2011
5. Februar 2011
14:00

Auf nach Vel­bert zur Horst Pul­ter Ge­denk­de­mo

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Internet-Radio hören!

Mittwoch, Januar 26th, 2011
27. Januar 2011
19:30

http://wupperstream.de/

Für die alle, die nicht vorort sein können und als weiteres Informations- und Kommunikationsmedium für die Action Days gibt es ein Internetradio, am Donnerstag soll als erster Test die Gedenkveranstaltung zum Holocaustgedenktag mit Paul Brune im Bürgerbahnhof ab 19:30 live übertragen werden.

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in Wuppertal-Vohwinkel

Samstag, Januar 22nd, 2011
27. Januar 2011
19:00

27.1.2011 Befreiungstag von Auschwitz
19:00 Kaiserstrasse/ Ecke Bahnstrasse: Gedenkfeier für die Vohwinkler NS-Opfer
19:30 Bürgerbahnhof Vohwinkel: Zeitzeugenveranstaltung mit Paul Brune, Überlebender der Kindereuthanasie

Paul Brune wurde 1943 als Achtjähriger in die so genannte Kinderfachabteilung der Provinzialheilanstalt Dortmund-Aplerbeck eingewiesen. Hinter der Beschönigung „Kinderfachabteilung“ verbarg sich eine der Tötungsstationen der „Kindereuthanasie“, die allein in Westfalen über 200 Säuglinge, Kinder und Jugendliche traf.

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Gemeinsam Nazis blockieren!

Freitag, Januar 21st, 2011
29. Januar 2011
11:00

Wir möchten hiermit alle Menschen aufrufen uns am 29.01. in Wuppertal zu untertstützen! Wir planen wie immer eine gemeisame Anreise. Treffpunkte:

  • Köln HbF 10:30Uhr
  • Leichlingen Bahnhof 10:15Uhr
  • Solingen Ohligs HbF 11:00Uhr

Für zahlreiche Unterstützung sagen wir jetzt schon mal Danke!

Es ist ratsam, warme Kleidung und Wechselklamotten einzupacken. Ein kleines Lunchpaket, Traubenzucker und gute Laune / Motivation sollten auch dabei sein.

Autonome Antifa Leichlingen

Naziaufmarsch? Zum Desaster machen! Für einen Konsequenten Antifaschismus!

Samstag, Januar 1st, 2011
28. Januar 2011
18:00

Jingle: Click!

Zum 29.01.11 mobilisieren Wuppertaler Nazis in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer NPD zu einem Aufmarsch gegen linke Gewalt, Antifaschismus und das Autonome Zentrum als Keimzelle des Terrors. Als wäre der erste Naziaufmarsch in Wuppertal-Elberfeld seit 42 Jahren genau zwischen dem 27.Januar (Tag der Befreiung von Auschwitz und Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus) und dem 30.Januar (Tag der Machtübernahme der Nazis am 30.1.33) nicht Provokation genug, ist Thema der Demonstration ausgerechnet antifaschistischer Widerstand. Unter anderem beschweren sich die Nazis darüber, dass sie wegen der Antifa in Wuppertal nicht einmal „legales Infomaterial“ verteilen könnten.

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31.12.2010: Die Ketten der Zwei-Klassen-Gesellschaft sprengen

Montag, Dezember 27th, 2010
31. Dezember 2010
23:00

Kaum ist Weihnachten vorbei, gibt es schon den nächsten Skandal in der Blütenstadt, außnahmsweise nicht in Bezug auf den sog. ‚WupperWandel‘. Auf Nachfragen beim Ordnungsamt wurde uns mitgeteilt, dass Winterdienst, Briefzustellung und Müllentsorgung bei derartigen Wetterverhältnissen in zwei Klassen aufgeteilt werden.

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Bürgerversammlung | 13.01.2011 | 18.30Uhr | Aula Schulzentrum | Leichlingen

Donnerstag, Dezember 23rd, 2010
13. Januar 2011
18:30

‚WupperWandel‘ – ein Schauspiel der Lügen, Utopien und Intriegen

Es ist an der Zeit, das wir das Image der Gartenfreaks ablegen und etwas vernüftigere Informationen über den sog. ‚WupperWandel‘, der vermeintlichen ‚Jahrhundertchance‘ für die Blütenstadt Leichlingen abliefern. Zunächst wollen wir die Fakten checken und auf den Tisch legen:

Am ‚WupperWandel‘ wird seit meheren Jahren geplant, hinter ihm verbirgt sich eine Umstrukturierung der Leichlinger Innenstadt, hauptsächlich des Wupperufers. Dort wo jetzt die blaue Tankstelle und das Kaufparkhaus stehen. Gründe dafür mag es viele geben: Die Tankstelle verschmutzt die Wupper, der Kaufpark ist einfach hässlich, alt und marode und die Wupper, der bekannteste Fluss der Region zwichen Wipperfürth und dem Rhein, fliesst einfach so vorbei. Etwas mehr Öffnung hin zur Wupper, der Wegfall der Tankstelle und eine Modernisierung der Infrastruktur sollte es werden.

Doch leider sind die Zeiten aktuell alles Andere als rosig. Wir stecken mitten in der sog. ‚Weltwirtschaftskriese‘, die Stadt Leichlingen ist für ihre Verhältnisse hoch verschuldet. In Halb Europa gibt es bereits Massenproteste und vereinzelt teils heftige Ausschreitungen als Reaktion auf den europaweiten Sparkurs, die Diktatur der Kommunen und der EU und Unfähigkeit der herrschenden Klasse. Auch in Deutschland, doch hier zu Lande wird diese Entwicklung durch die Medien und Politiker_innen totgeschwiegen. Ein Blick in ein Nachrichtenmagazin aus dem nicht-deutschsprachigen Raum genüg allerdings schon, um ein realistisches Bild vor der Lage in unserem Staat zu erhalten. Die Proteste sind durchaus tiefgründiger und weitreichender als Mensch durch die Bilder zb. der Anti-Atom-Proteste vermittelt bekommt. Auch hier in Leichlingen rührt sich der Widerstand.

Viele Leichlinger_innen stellen sich gegen den ‚WupperWandel‘ und es werden von Tag zu Tag mehr. Von einst Dutzenden zu aktuell Hunderten bis, wenn es so weiter geht, hin zu Tausenden irgentwann wächst hier der Widerstand. Viele Mögen sich nun die Frage stellen warum, da Mensch den Eindruck haben könnte, dass das oben beschriebene Projekt gut für Leichlingen sein könnte.

Wir werden das erklären, vorher möchten wir noch eine andere mögliche Blickrichtung auf das Projekt erläutern, anhand einer einzigen These:

„Durch den ‚WupperWandel‘ entsteht ein modernes Einkaufszentrum, mit Marken-Läden, Krims-Krams Geschäften und sog. Trendstores“

Diese These, bzw Utopie oder Luftschloss, haben bis dato sehr viele vor allem junge Leichlinger_innen in ihren Köpfen. In freudiger Erwartung einer Shopping-Mall
befürworten sie das Projekt ‚WupperWandel‘ bzw Intressieren sich nicht weiter dafür. Im Park protestieren ja nur Opas und Omas zusammen mit vermeintlich gewaltbereiten Linksextremisten oder kriminelen Jugendbanden -je nach dem welche Internetseiten Mensch ließt- und das ist sowieso schlecht, da diese ‚Verrückten‘ einem den neuen HighTech Shopping-Tempel vermießen wollen. Das würde ja bedeuten Mensch müsse weiterhin in eine der angrenzenden Großstädte Langenfeld, Solingen oder Leverkusen in die bereits vorhandenen Einkaufzentren fahren.

Und genau das erkennt die Stadtverwaltung. Anstelle Umfragen und vernünftige Aufklärungsaktionen durchzuführen schafft sie Tatsachen. Anstelle die Bürger_innen bereits in der Planungsphase in das Projekt einzubinden wird monate- , jahrelang im Geheimen an einer Suppe gekocht, die am Ende pures Gift für die Demokratie ist. Ein ähnliches Szenario also wie „Stuttgart 21″, eben ohne öffentlichen Projekträger.

Da es diesen nicht gibt und aufgrund von 13Mio Euro an Schulden in der Stadtkasse auch nicht geben kann, wurde ein privater Inverstor gesucht. Dieser wurde in der Heuschrecke ‚Recona GmbH‘ gefunden. Diese Inverstorin hat sich genau auf die Verhältnisse wie wir sie in Leichlingen haben spezialisiert:
Verschuldete Kleinstadt, Platz zum Bauen, billige Aufträge und maximaler Profit am Ende.

Die Stadtverwaltung sieht davon nicht mehr als etwas Steuer, wäre da nicht der neue Rathausvorplatz. Diesen baut die ‚Recona GmbH‘ freundlicherweise, da die Stadt so schlau war ihr den Stadtpark zu schenken! Die ‚Recona GmbH‘ ist eine Meisterin im Pfeilschen, immerhin hat sie es geschafft der Stadtverwaltung den Park abzuluchsen und diese war auch noch so schlichtweg gesagt strunzdumm darauf einzugehen. In einer als ‚guter Tauschdeal‘ verkauften Notlösung wurde den Forderungen der ‚Recona GmbH‘, aus der eigenen Not herraus, nachgegeben. Diese wollte ihr vermeintliches Einkaufszentrum nämlich nicht am alten Standort, dem Kaufparkhaus bauen. Sondern viel lieber mitten in den Leichlinger Stadtpark, unserer ‚Grünen Mitte‘. So wuchs das Projekt auf die Megasumme von geschätzen 25Mio Euro an. Die halbe Innenstadt soll umgebaut werden, die Bauzeit ist bereits für mehr als zwei Jahre angekündigt. Zwei Jahre, in denen es ein tägliches Verkehrschaos geben wird, untermalt von flächendeckenden Baustellen lärm mit viel Schmutz.

Einige der Träumer_innen, die von einer Shopping-Mall ausgehen, dürfte das wenig stören. Vielleicht weil sie etwas entfehrnt wohnen. Was diese Leute allerdings massiv stören wird, ist das Resultat der Bauarbeiten. Hingegen der Meinung vieler soll im Park ein 15 Meter hoher Betonbunker errichtet werden. Unten rein soll ein sog. ‚Lebensmittelvollsortimenter‘ eine weitere Worthülse hinter der sich nichts anderes als ein Billig-Discounter der Firma ‚Rewe‘ verbirgt. Oben rein sollen teure Wohnungen und Praxen, ein paar wenige und vor allem sinnfreie Läden wie ein Matratzengeschäft oder eine weitere Apothe sollen zusätzlich drumherum entstehen. Zum besseren Verständnis, mit Montanus-, Blüten- und Adlerapotheke gibt es bereits auf nichtmal zwei Hektar drei Apottheken, eine vierte soll mit dem ‚WupperWandel‘ kommen.
Die Leute können sich also auf ausgiebige Supermarkt-Shoppingtouren, unangenehme Arztbesuche, überteuerte Wohnungen in ‚beste Lage‘ und haufenweise Pharmaprodukte in den Einkaufstaschen freuen!

Brocken für Brocken bröseln die ganzen Lügen, Utopien und Intriegen von dem nicht kommenden Einkaufszentrum herab, die Wahrheit kommt langsam aber unvermeidlich ans Tageslicht. Und die für das Projekt verantwortlichen Menschen kümmern sich bisweilen nicht um Aufklärung.

Fakt ist:

-Der Stadtpark auf der Rathausseite soll fast völlig umgebaut werden!

-Es kommt definitiv keine Shopping-Mall!

-Die Jahrhundertchance besteht einzig und alleine in den neuen Prunkbauten, wie der Wuppertreppe oder dem neuen Rathausplatz. Alles, was wir Jugendliche dort tun könnten und werden, ist vermeintlich kriminell oder führt zu einem Platzverweis!

-Das Ganze ist eine Fehlplanung, unsere Straßen vertragen nichteinmal die erwarteten Einkäufer_innen Ströhme. d.h. es kommt eine noch schlimmere Blechlawine über unsere Straßen als heute schon!

-Obwohl noch vor Gericht gestritten wird, wird bereits an der Projektrealisierung gebaut!

Ein weiterer, beliebter Vorwand für das Projekt sei die daraus resultierende Stärkung des bereits heute von Leerständen gegeiselten Leichlinger Einzelhandels. Eine Darstellung, die jegliche Logik missen lässt. Wie soll ein 2000m² großer Billig-Discounter, der 95% von der Einzelhandel angebotenen Waren billliger anbietet, die bestehenden und nicht von Ketten subventionierten Geschäfte stärken?

Das Ganze Thema ist eine einzige Maskerade, für einen billigen und unnötigen Tapetenwechsel verkaufen, nein verschenken die Verantwortlichen die halbe Innenstadt!

Verdeutlicht wird dies noch durch den Verkauf des alten Enßlenkaufhauses. Dort wäre genug Platz für einen angemessen kleinen Discounter in der Innenstadt gewesen! Aber nein, dort verkauft seit Kurzem die Tengelmann Tochter ‚tEDI‘ ihre vergifteten Waren. In bester ‚KiK‘-Manier werden in der Strategie dieser Kette nicht nur die Angestellten in den Fillialien durch Niedriglöhne, illegale Überwachung und Missachtungen des Arbeitsrechtes maltretiert, nein, es werden Weltweit Menschen ausgebeutet und Tote billigend in Kauf genommen. Durch Preisdumping leben die Menschen in den Produktionsländern in Armut und Verhungern oder Verbrennen während sie im Akkord Hosen für KiK nähen oder Giftstoffe zu Partyartikel für ‚tEDI‘ verarbeiten. Das ist keine Sciene-Fiction-Verschwörungstheorie, sondern Realität. Zb In Bangladesh, Taiwan oder China.

Das alles um die Ware dann möglichst billig, im Fall von ‚tEDI‘ für einen lächerlichen Euro anbieten zu können. Krebserregend, Fortpflanzungsgefährdend oder sogar Erbgutschädigend sind nur einige wenige der DIN-Gefahrensymbole, die beim Betreten des Ladens auf die lauernden Gefahren hinweisen müssten.

Zur Strategie im Firmen-Modell KiK/tEDI gehört auch das Schaffen der eigenen Kundschaft. D.h. die Angestellten bringen ihren lachaften Lohn auch noch in erheblichen Teilen zurück, da sie gleich im Laden einkaufen weils ja so schön billig ist und Mensch einen Hungerlohn ausgezahlt bekommt. Derartig abgrundtiefem Kapital-Faschismus können wir nur einen möglichst heftigen, nächtlichen und vor allem gründlichen Kabelbrannt in den einzelnen Fillialen wünschen!

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Den Leichlinger_innen, die sich intressieren und die noch genug Weitsicht für die folgerichtige Erkennung der Lage haben, stößt das gewaltig auf. Protest wächst, die Leute vernetzen sich und stellen sich quer. Die Stadtverwaltung reagiert wie folgt darauf:

Ende September wollten gut 80-100 Leichlinger_innen die anstehende öffentliche Sitzung des Rats verfolgen, in welcher eine negative Entscheidung bezüglich eines fast schon versprochenen Ratsbürgerentscheides fiel. An der Tür dann die Ernüchterung: Nur Menschen mit Eintrittskarten und Vertreter_innen der Presse wurden reingelassen. Dutzende wütende Leichlinger_innen wurden im Regen stehen gelassen. Nach der Begründung dass der Saal, in dem zum Neujahresempfang an die 200 Menschen tanzen, nur Platz biete für 97 Menschen, brachen Tumulte aus. Die Polizei war Planlos und die Söldnerschaft der Kommunen in Form des Kommunalen Ordnunsdienstes musste die Türen verbarrikadieren. Darüber hinaus wurde eine Sitzblockade einiger Jugendlicher durch heftiges öffnen der Türen gewaltsam ohne Aufforderung und vor allem unter den Augen der sorglosen Polizei aufgelöst. Das ganze geschah am Donnerstag, den 30.09.2010. Dem ‚Schwarzen Donnerstag‘ der Demokratie hierzulande.

Zeitgleich ging die Badenwürtembergische Landesregierung im Stuttgarter Schlossgarten mit Knüppeln, Pfefferspray und Wasserwerfern gegen friedliche Schüler_innen, Retner_innen und Rollstuhlfahrer_innen vor. Das ganze diente der Durchsetzung eines ähnlichen Bauprojektes, was schon in einem weitaus fortgeschritteneren Stadium als das Projekt ‚WupperWandel‘ war.
Dem Untergrund-Durchgangsbahnhof, besser bekannt als „S21″. Resultat waren über 400 Verletzte und eine Tote, welche von Politik und Medien nachträglich frei nach dem Motto „Doppelt gemoppelt hält besser“ totgeschwiegen wird.

Einen Tag später demonstrierten in Wuppertal etwa 120 Menschen für einen sofortigen Baustop in Stuttgart, gegen den ‚WupperWandel‘ und gegen das Wuppertaler Bauprojekt ‚Döppersberg‘. Europaweit gab es Solidaritätsaktionen, Demonstrationen und tägliche Schwabenstreiche. Natürlich erfährt Mensch das alles hierzulande nur durch ausländische Nachrichten-Argenturen, autonome Internetblogs oder Investigative Journalist_innen. Alles Dinge, die von Staat und Systemmedien kriminalisiert und/oder unterdrück werden.

Bereits 3x demonstrierten Hunderte Leichlinger_innen im Park für den Erhalt des Selbigen. Lautstark und durch kreative Aktionen wurde protestiert. Die ‚WupperWandel‘-Lobby hingegen macht nichts anderes, als zu versuchen das ganze herunter zu spielen oder gar jetzt schon zu kriminalisieren. Einezelne Ratsmiglieder und Befürworter_innen sind sich nicht zu schade, auf den Demonstrationen aufzutauchen und Streit anzuzetteln. Sei es durch hirnrissige Redebeiträge oder durch verbales Provozieren der Ordner_innen einer wohlbemerkt bürgerlichen Kundgebung.

Die Liste derartiger Beispiele würden den Rahmen dieses Aufrufes völlig sprengen. Dies dient höchstwahrscheinlich der später möglicherweise erforderlichen Legitimation das Projekt ‚WupperWandel‘ notfalls auch mit Polizeigewalt ähnlich wie in Stuttgart durchzusetzen respektive durchzuknüppeln. Wir werden torzdem nicht weichen!

Das nächste Kapitel im Provinzmelodrama ‚WupperWandel‘ stellt nun der 13.01.2011, ein Donnerstag, dar. An diesem Tag soll in der Aula am Leichlinger Schulzentrum eine Bürgerversammlung stattfinden. In dieser soll das Projekt ‚WupperWandel‘ durchleuchtet werden und die Verantwortlichen der Stadt und der Inverstorin wollen Rede und Antwort stehen. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30Uhr.

KOMMT BITTE ALLE!! WIR MÖCHTEN UNSEREN PARK GERNE BEHALTEN UND WOLLEN DEN VERANTWORTLICHEN DAS DURCH EINEN ANSTURM AN PROJEKGEGNER_INNEN KLARMACHEN!!

Wer sich nach Durchlesen des Textes und Austauschens einiger Schlüsselparamenter wie Ortsnamen in einer ähnlichen Lage sieht, die/der sei herzlichst dazu aufgerufen und eingeladen an diesem Tag zu uns in die Blütenstadt zu kommen!

Unterzeichner_innen:

G³-Parkschützer_innen
Autonome Antifa Leichlingen

DEMO IN GEDENKEN AN MOHAMMAD SILLAH

Montag, Dezember 13th, 2010
14. Januar 2010
16:00

14. Januar 2011 – 16:00Uhr – Remscheid Hauptbahnhof
für freien Zugang zu Gesundheitsversorgung

für das Ende der Einschüchterungen und Erniedrigungen

für die Schließung aller Sammelunterkünfte und Isolationslager
Anlässlich des vierten Todestages von Mohammad Sillah gedenken wir allen Opfern der deutschen Flüchtlingspolitik. Wir fordern alle auf, aktiv gegen Ausschluss und Erniedrigung von Menschen einzutreten und den Kampf der Flüchtlinge für ihre Würde und für das Recht auf Leben zu unterstützen.

Mohammad Sillah, ein junger Flüchtling aus Guinea, starb am 14. Januar 2007 im Alter von 23 Jahren. Er war Songwriter und Sänger zugleich. Sowohl in Guinea als auch hier gab er Konzerte. Ein Freund von ihm sagt: „Seine Musik ist afrikanische Kultur. Überall, wo ich sie gehört habe, habe ich gesagt, diese Musik bin ich. Von da komme ich her. Wo kann ich aber diese Musik heute noch hören? Mohammad ist nicht mehr da.“ Mohammad Sillah klagten Anfang Januar 2007 heftige Schmerzen. Er besuchte einen Arzt. Dieser behandelte ihn nicht, sondern forderte ihn auf, sich beim zuständigen Sozialamt erst einen Krankenschein geben zu lassen. Der Mitarbeiter des Sozialamts gab laut Mohammads Erzählungen keinen Krankenschein, weil er sowieso das Land verlassen müsse. Einige Tage später, am 11. Januar wurden die Schmerzen unerträglich. Mohammad Sillah ging zum Hausmeister des Flüchtlingsheims im Bergfriderweg und bat ihm einen Krankenwagen zu rufen. Er sagte

ihm, wenn du schon die Treppen geschafft hast, kannst du auch alleine ins Krankenhaus gehen. Ein Nachbar von Mohammad, ein afrikanischer Flüchtling, der im selben Heim wohnte, begleitete Mohammad zum Krankenhaus. Unterwegs bricht Mohammad zusammen und wird von seinem Mitbewohner auf den Schultern zum nahen Krankenhaus getragen. Am darauffolgenden Sonntag, also drei Tage später wird Mohammad nach Essen in einer Klinik verlegt, wo er stirbt. Der Sozialdezernent B. Mast-Weisz bekundet anschließend Mitleid mit der Familie und versichert, dass dem 23-jährigen Mohammed niemals ein Krankenschein verweigert worden sei. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal nimmt die Untersuchungen auf und fast ein Jahr später werden die Akten beiseite gelegt. Noch bevor der Fall Mohammad Sillah abgeschlossen wird, ordnet dieselbe Staatsanwaltschaft in Oktober 2007 eine Polizeirazzia an, um die Flüchtlinge einzuschüchtern und sie zu kriminalisieren. Die von ihr veranlasste

Großrazzia wird von den Gerichten in Wuppertal und Düsseldorf später als rechtswidrig eingestuft.

Anläslich des vierten Todestages von Mohammad Sillah wollen wir auf die Situation der Flüchtlinge in Remscheid und vor allem auf die gesundheitliche Unterversorgung hinweisen. Wir wollen den Protest der Remscheider Flüchtlinge würdigen und stärken. Seit Mohammad Sillahs Tod haben sie durch kontinuierlichen und hartnäckigen Protest stückweise ihre Isolation durchbrechen und Erfolge erzielen können.

Wir haben in den vergangenen Jahren hier in Remscheid erlebt, dass der Zusammenhalt der Flüchtlinge mit Freunden und Freundinnen aus Remscheid und anderen Städten die Stadtverwaltung Remscheid dazu brachte, einige ihrer Zermürbungsinstrumente zurückzunehmen. So wurden durch den ersten offenen Brief der Flüchtlinge vom Januar 2009, der von vielen Menschenrechts- und Flüchtlingsselbstorganisationen unterstützt wurde, die menschenverachtende Praxis des Sozialamtes Remscheid für die Öffentlichkeit sichtbar. Der Stadtdirektor Herr Mast-Weisz hat danach die Lebensmittelgutscheinpraxis abgeschafft, die tägliche Kontrolle der Anwesenheitspflicht gelockert und die Vergabe von Krankenscheinen angeordnet.

Auf unserem Weg haben wir gesehen, dass wir durch Austausch, gegenseitige Unterstützung und Diskussionen die Lösungen für morgen entwickeln können. Dies gilt nicht nur im Kampf für unsere Rechte als Flüchtlinge und MigrantInnen. Unser Widerstand ist auch notwendig gegen den brutalen Abbau der Sozialleistungen, der Gesundheitsversorgung und unserer Rechte als Werktätige, Schüler, Auszubildende, Studenten, Rentnerinnen, Frauen und Männer. Mohammad Sillahs Tod repräsentiert für uns die Verbrechen dieses Systems und zeigt, was uns erwartet, wenn wir schweigen.
In Gedenken an Mohammad Sillah, Oury Jalloh und alle Opfer der rassistischen Staatsgewalt!

Der Spaltung der Gesellschaft von oben setzen wir Solidarität und Zusammenhalt entgegen.

Für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Ausbeutung und Kriege!
Es rufen auf: antifaschistische Jugend Bochum, autonome Antifa Remscheid, Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen (Remscheid und Wuppertal), transnationales Aktionsbündnis Bochum/Dortmund


				

05.02.2011 Velbert: Horst Pulter Gedenkdemo

Donnerstag, Dezember 2nd, 2010
5. Februar 2010
14:00

Wir als junge Antifaschisten aus Velbert haben schon seit einiger Zeit das Gefühl, dass sich etwas in unserer Stadt vollkommen falsch entwickelt hat und es noch immer tut: Zeitungsberichte, die Gewalttaten zwischen rechten und nicht-rechten Personen als „Meinungsverschiedenheit zwischen Jugendgruppen“ werten, statt als Straftat, unser Bürgermeister Stefan Freitag, der sich erstmalig traut offen über Nazis in unserer Stadt zu reden, wenn freie Kameradschaften und NPD unbehelligt durch Velbert marschieren und von einer „Multi-Kulti-Kanackenrepublik“ sprechen dürfen und ansonsten behauptet, in Velbert gäbe es keine Neonazis, Polizeibeamte, die einen rassistischen Mord mit den Worten „hätte es damals schon Alkoholverbote gegeben, wäre das nicht passiert“ relativieren und ein Fußballverein, der Seite an Seite mit seinem Nazipöbel zusammenarbeitet – nur einige Beispiele, wie Nazis in Velbert gedeckt werden.

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